Das Projekt

Die Idee der Bäume für die Menschenrechte ging vom Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne aus. Innerhalb dessen Gelände auf der Wöhrder Wiese steht eine Eiche, die Teil der Großskulptur 7000 Eichen von Joseph Beuys ist, die 1982 in Kassel bei der documenta startete. In Fortführung dieser Aktion haben Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen begleitet vom Amt für Kultur und Freizeit (KUF) und vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) der Stadt Nürnberg seit 2007 Ginkgo-Bäume über die ganze Stadt verteilt gepflanzt. Jeder ist einem der 30 Artikel der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ gewidmet. Neben jedem Baum stehen Granitfindlinge, auf denen ein Menschenrecht in Deutsch und einer weiteren Sprache zu lesen ist. Jährlich finden Aktionstage statt, um das Thema Menschenrechte ins Bewusstsein zu bringen.

Mittlerweile tragen 79 „Bäume für Menschenrechte“ die Idee der Menschenrechte in die Stadtteile. Die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte haben so durch das Projekt Bäume für die Menschenrechte in der ganzen Stadt Nürnberg Wurzeln geschlagen. Der Ginkgo-Baum ist eine der ältesten Pflanzen der Erde und für seine Robustheit bekannt. Ein Ginkgo trieb in Hiroshima ein Jahr nach der Atombombe wieder frisch aus. Der Baum ist ein Symbol der Hoffnung, der Freundschaft und der Unbesiegbarkeit und steht für die Kraft und die Widerstandsfähigkeit, die für die Verwirklichung der Menschenrechte notwendig sind.

Zum 10-jährigen Jubiläum der Bäume für die Menschenrechte pflanzte das Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg im Juli 2017 im Jahr seines 40. Bestehens einen weiteren Baum für die Menschenrechte vor der „Kulturwerkstatt Auf AEG“. Zur Pflanzung sprachen Lienhard Barz und Helga Riedl, die die Idee der sozialen Skulptur Bäume für die Menschenrechte entwickelt haben. Jürgen Markwirth, Leiter des Amts für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, erläuterte bei der Jubiläumsveranstaltung die Idee der „Bäume für die Menschenrechte“ in Nürnberg. Die Festrede „Zur Bedeutung lokaler Menschenrechtsarbeit“ hielt Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Leiter des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Videos der Jubiläumsveranstaltung

Kontakt

Amt für Kultur und Freizeit (KUF)
Thomas Müller

Gewerbemuseumsplatz 1
90403 Nürnberg

Tel.: 0911/231-8523
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