Der 80. Menschenrechtsbaum wurde gepflanzt

Am 7. März 2018 wurde der 80. Baum für die Menschenrechte in Nürnberg von der Beruflichen Schule 14 gepflanzt. Er ist dem Artikel 26 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gewidmet. Zur Einweihung sprach Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly ein Grußwort. In seinem Impulsreferat betonte der Pädagoge Jonas Lanig, dass das Recht auf Bildung ein ganz besonderes sei, denn Bildung bedeute auch immer Teilhabe.

 

 

Jubiläum 10 Jahre Bäume für die Menschenrechte

Zum zehnjährigen Jubiläum der Bäume für die Menschenrechte haben das Amt für Kultur und Freizeit  und die Kulturwerkstatt Auf AEG einen Ginkgobaum vor der Kulturwerkstatt Auf AEG gepflanzt. Der Baum wurde  von der Sparkasse Nürnberg gespendet und ist dem Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte "Verbot der Diskriminierung" gewidmet.
Der Artikel lautet: Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Zur Pflanzung sprachen Lienhard Barz und Helga Riedl, die die Idee der sozialen Skulptur Bäume für die Menschenrechte entwickelt haben. Jürgen Markwirth, Leiter des Amts für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, erläuterte bei der Jubiläumsveranstaltung die Idee der „Bäume für die Menschenrechte“ in Nürnberg. Die Festrede „Zur Bedeutung lokaler Menschenrechtsarbeit“ hielt Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Leiter des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Videos der Veranstaltung

Aktionstage 10 Jahre Bäume für die Menschenrechte im Juli 2017

Am 27. März 2007 wurde auf dem Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne in Nürnberg der erste Baum für die Menschenrechte gepflanzt. Er ist dem Artikel 21 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ gewidmet: „Jeder hat das Recht, an der Leitung öffentlicher Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch freie und faire Wahlen teilzunehmen sowie auf Zulassung zu den öffentlichen Ämtern in seinem Land.“

Diese erste Pflanzung war der Auftakt zur Gestaltung der sozialen Skulptur „Bäume für die Menschenrechte“. Gepflanzt wurden seitdem im Stadtgebiet Nürnberg 79 Ginkgobäume, von denen jeder einem Menschenrecht gewidmet ist. Auf einem Granitfindling neben jedem Baum ist das Menschenrecht in Deutsch und einer weiteren Sprache zu lesen.

Im Juli und August 2017 warben die Initiativen „Bäume für die Menschenrechte“ in den Stadtteilen mit vielfältigen Aktionen für die Einhaltung der Menschenrechte. Mit den Bäumen in den Stadtteilen und den Veranstaltungen haben die Stadt und die Initiativen, die die Bäume finanziert und gepflanzt haben, die Menschenrechte ins Blickfeld gerückt.


Ein neuer Baum für die Menschenrechte in Krakau

Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen dem Nowohuckie Centrum Kultury in Krakau und dem Gemeinschaftshaus Langwasser wurde am 30. Mai 2017 in Krakau ein Ginkgo-Baum gepflanzt. Der Baum ist wie in Langwasser dem Artikel 1 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ gewidmet.
Der Artikel lautet: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.



Eine Idee pflanzt sich fort

Bäume für die Menschenrechte ist eine gemeinsame Aktion des Amtes für Kultur und Freizeit (KUF) und des Servicebetriebs Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) der Stadt Nürnberg. Es wurden über die ganze Stadt verteilt über 70 Bäume gepflanzt, die einem der 30 Menschenrechtsartikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 gewidmet sind.

Neben dem Baum stehen Granitfindlinge, auf denen das von den Pflanzern ausgewählte Menschenrecht in Deutsch und einer weiteren Sprache zu lesen ist. Der Menschenrechtsbaum ist der Ginkgo biloba, dessen Vorfahren schon zu Zeiten der Saurier auf der Erde wuchsen. Der Baum kann über 1000 Jahre alt werden.

Die Idee geht vom Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne aus. Innerhalb dessen Gelände auf der Wöhrder Wiese steht eine Eiche, die Teil der Großskulptur 7000 Eichen von Joseph Beuys ist, die vor 26 Jahren in Kassel bei der documenta startete. In Fortführung dieser Aktion haben nun die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch das Projekt Bäume für die Menschenrechte in der ganzen Stadt Wurzeln geschlagen.

Kontakt

Amt für Kultur und Freizeit (KUF)
Thomas Müller

Gewerbemuseumsplatz 1
90403 Nürnberg

Tel.: 0911/231-8523
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