Ein neuer Baum für die Menschenrechte in Nürnberg

Ein neuer Baum für die Menschenrechte in Nürnberg

Zum zehnjährigen Jubiläum der Bäume für die Menschenrechte haben das Amt für Kultur und Freizeit  und die Kulturwerkstatt Auf AEG einen Ginkgobaum vor der Kulturwerkstatt Auf AEG gepflanzt. Der Baum wurde  von der Sparkasse Nürnberg gespendet und ist dem Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte "Verbot der Diskriminierung" gewidmet.
Der Artikel lautet: Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Aktionstage 10 Jahre Bäume für die Menschenrechte im Juli 2017

Am 27. März 2007 wurde auf dem Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne in Nürnberg der erste Baum für die Menschenrechte gepflanzt. Er ist dem Artikel 21 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ gewidmet: „Jeder hat das Recht, an der Leitung öffentlicher Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch freie und faire Wahlen teilzunehmen sowie auf Zulassung zu den öffentlichen Ämtern in seinem Land.“

Diese erste Pflanzung war der Auftakt zur Gestaltung der sozialen Skulptur „Bäume für die Menschenrechte“. Gepflanzt wurden seitdem im Stadtgebiet Nürnberg 79 Ginkgobäume, von denen jeder einem Menschenrecht gewidmet ist. Auf einem Granitfindling neben jedem Baum ist das Menschenrecht in Deutsch und einer weiteren Sprache zu lesen.

Der Ginkgo-Baum – eine der ältesten Pflanzen der Welt – ist für seine Robustheit und Beständigkeit bekannt. Ein Ginkgo trieb in Hiroshima ein Jahr nach der Atombombe wieder frisch aus. Der Baum gilt weltweit als ein Symbol der Hoffnung und der Freundschaft. Damit ist er ein Symbol für die Kraft und die Widerstandsfähigkeit, die für die Verwirklichung der Menschenrechte für alle Menschen notwendig sind.

Im Juli und August 2017 werben die Initiativen „Bäume für die Menschenrechte“ in den Stadtteilen mit vielfältigen Aktionen für die Einhaltung der Menschenrechte. Mit den Bäumen in den Stadtteilen und den Veranstaltungen möchten die Stadt und die Initiativen, die die Bäume finanziert und gepflanzt haben, die Menschenrechte ins Blickfeld rücken. Zum zehnjährigen Jubiläum der Aktion pflanzt das Amt für Kultur und Freizeit im Jahr seines 40. Bestehens einen weiteren Baum für die Menschenrechte vor der „Kulturwerkstatt Auf AEG“. Die Pflanzung am Mittwoch, 5. Juli 2017 ist gleichzeitig der Auftakt zur Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Bäume für die Menschenrechte“.

Die Veranstaltungen im Rahmen der Aktionstage:

Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit
Als Einstieg zu einem Gespräch mit Gabriela Heinrich, MdB, zum Thema „Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit im Spiegel aktueller Ereignisse“ gibt es einen Vortrag von Rüdiger Löster, Sprecher des AK gegen Rechts der SPD Nürnberg, zu politisch motivierten Angriffen auf das SPD-Haus im Nürnberger Karl-Bröger Zentrum. Gabriela Heinrich ist stellv. Sprecherin der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion.
Samstag, 1. Juli, 11 Uhr, Veranstalter: SPD Nürnberg
Karl-Bröger-Zentrum, Karl-Bröger-Straße 9




UNICEF-Aktionstage „Kinderrechte" und „Wasser wirkt

Alle Kinder haben Rechte, egal ob sie Junge oder Mädchen sind, wo sie herkommen oder welcher Religion sie angehören. UNICEF setzt sich weltweit dafür ein und informiert über Kinderrechte. Am UNICEF-Baum können Besucher/-innen passend dazu ihre Wünsche für Flüchtlinge anbringen. Daneben vermittelt UNICEF die Bedeutung von Wasser: Wie fühlt es sich an, einen Wasserbehälter auf dem Kopf zu tragen? Wie wird Wasser gefiltert? Wie viel Wasser braucht man wirklich?
Sonntag, 2. Juli und Montag, 3. Juli, 9-13 Uhr
Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne, Johann-Soergel-Weg

 
10 Jahre Bäume für die Menschenrechte: Music for Hope
Baumpflanzung und Jubiläumskonzert mit Aeham Ahmad
Zum zehnjährigen Jubiläum der Bäume für die Menschenrechte pflanzt das KUF einen weiteren Ginkgo vor der „Kulturwerkstatt Auf AEG“. Die Pflanzung am Mittwoch, 5. Juli 2017, um 19.30 Uhr ist der Auftakt zur Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Bäume für die Menschenrechte“. Es sprechen Lienhard Barz und Helga Riedl, die die Idee der „Bäume für die Menschenrechte“ entwickelt haben. Es folgt im Saal die Begrüßung durch Ronald Höfler, kaufmännischer Werkleiter Sör, und Jürgen Markwirth, Leiter des Amts für Kultur und Freizeit. Die Festrede hält Prof. Dr. Heiner Bielefeldt „Zur Bedeutung lokaler Menschenrechtsarbeit“. Er ist der Leiter des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Anschluss gibt es ein Konzert des Pianisten Aeham Ahmad. Ahmad wurde durch sein Klavierspiel inmitten der Trümmer des umkämpften Palästinenserlagers Jarmuk bei Damaskus international bekannt. Er spielte Stücke von Beethoven, Bach und Chopin auf einem Klavier, das er unter Lebensgefahr auf einem Wasserwagen durch die zerbombten Straßen fuhr. Zum Jubiläum der Bäume für die Menschenrechte wird er eine Auswahl an selbst komponierten Stücken aus seiner kürzlich erschienenen Debüt CD vortragen. Die Aktion wird unterstützt von der Sparkasse Nürnberg.
Mittwoch, 5. Juli, 19.30 Uhr: Baumpflanzung, 20.00 Uhr: Veranstaltungsbeginn im Saal, Eintritt frei.
Kulturwerkstatt Auf AEG, Fürther Straße 244 d



Kinderrechte im Loni Übler Haus
Der Offene Kindertreff des Loni-Übler-Hauses widmet sich dem Thema Kinderrechte. Im Mittelpunkt steht der Loni-Ginkgo-Baum. Alle interessierten Kinder sind herzlich eingeladen.
Telefonische Anmeldung unter 0911 / 54 11 56. Für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Leitung: Sylvia Kohlbacher, Veranstalter: Loni-Übler-Haus.
Donnerstag, 6. Juli, 14.30 Uhr
Loni-Übler-Haus, Marthastraße 60



Buntes Generationenpicknick
Rund um „ihren" Menschenrechtsbaum gestalten Bewohnerinnen und Bewohner des Sebastianspitals, Kinder des Zentralhorts Veilhofstrasse und Mitarbeitende beider Einrichtungen einen gemeinsamen Nachmittag mit Kaffee, Kakao und Kuchen, Spiel und Musik.
Freitag, 7. Juli, ab 14.30 Uhr
NürnbergStift Sebastianspital und Zentralhort Veilhofstraße, Veilhofstraße 38



Internationales Sommerfest
Das Sommerfest des August-Meier-Heims präsentiert sich als internationales Fest für Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige und Mitarbeitende. Menschenrechte bilden das Leitthema.
Samstag, 8. Juli, ab 14 Uhr NürnbergStift
August-Meier-Heim Regensburger Straße 380



Menschenrechte in der Partnerschaft des Nowohuckie Centrum Kultury (NCK) in Krakau
Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen dem Nowohuckie Centrum Kultury (NCK) in Krakau und dem Gemeinschaftshaus Langwasser wird in Krakau ein Ginkgo-Baum gepflanzt. Der Baum wird – wie in Langwasser – dem Artikel 1 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ gewidmet. Während des Sommerfestes ist ein Großfoto des „Partnerschafts-Baums“ ausgestellt. Im Juli erhalten alle Besucher/-innen an der Infotheke des Gemeinschaftshauses zwei Postkarten mit den Fotos der Partnerschaftsbäume.
Samstag, 8. Juli 14 - 20 Uhr, Sommerfest mit Infostand des NCK
Gemeinschaftshaus Langwasser, Glogauer Straße 50



Ausstellung Menschenrechte - Menschenpflichten
Joan van Hout ist ein niederländischer Künstler, der in Nürnberg lebt. Nach Besuchen von Gemeinschaftsunterkünften hatte er die Idee, in Zusammenarbeit mit AMNESTY International Nürnberg eine Fotoausstellung zum Thema Menschenrechte zu machen.
Samstag, 8. Juli, 19 Uhr Vernissage,  Ausstellungsdauer  9.7.-10.9.2017, geöffnet  täglich 9-21 Uhr, 1. OG
südpunkt, Pillenreutherstraße 147



Nürnberg – Stadt des Friedens und der Menschenrechte
An vier Terminen können alle Interessierten auf Projektionsflächen in der Kultur|Jugendherberge Nürnberg das multimediale Kurzfilmmodul zum Thema anschauen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Vor und nach der Vorführung gibt es kostenlosen Kaffee und Gebäck.
Sonntag, 9. Juli, 11-12 Uhr, Montag, 10. Juli, 16-17 Uhr, Dienstag, 11. Juli, 16-17 Uhr, Donnerstag, 20.Juli, 16-17 Uhr, Eintritt frei.
Deutsches Jugendherbergswerk/Jugendherberge Nürnberg, Burg 2



Vielfalt feiern unter den Menschenrechtsbäumen
Menschen aus aller Welt und jeden Alters setzen beim abendlichen Picknick ein Zeichen für Menschlichkeit und ein friedvolles Miteinander. Mit Musik, Spiel, Tanz und künstlerischen Aktionen wird die Wiese vor der Villa Leon im Feuerschalenschein ein Ort der Begegnung.
Grills (vegetarisch/vegan, Fleisch, ohne Schweinefleisch) sind vorhanden. Sitzgelegenheiten (Decken etc.), Musikinstrumente und Grillgut bitte mitbringen.
Sonntag, 9. Juli, 18 - 21 Uhr
Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1




Metallkunst gegen das Vergessen
Ausstellung von Antonio Atzeni

Die Skulpturen des Nürnberger Metallkünstlers regen zum Nachdenken an. Antonio Atzeni, auf Sardinien geboren, greift mit seinem Handwerk politisches Geschehen auf. Themen wie die Inhaftierung des Bürgerrechtlers Mumia Abu-Jamal oder das brutale Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten in Genua während des G8-Gipfels, spiegeln sich in seinen Plastiken wider. Er will Verstöße gegen die Menschenrechte nicht in Vergessenheit geraten lassen.
Sonntag, 9. Juli, 19 Uhr Vernissage, Ausstellungsdauer bis 31.Juli, Öffnungszeiten: Di. bis Fr., 10 bis 22 Uhr, Sa. 17 bis 22 Uhr, So. nur bei Veranstaltungen
Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1



Ausstellung Bildungs- und Erziehungsprozesse
Alle Bildungs- und Erziehungsprozesse basieren auf rechtlichen und ethischen Normen, die sich aus dem Menschrecht auf Bildung ableiten. Bildung befähigt den Menschen, sie macht ihn stark und lässt ihn besser bewältigen, was auf beruflicher und persönlicher Ebene von ihm gefordert wird. Als Bildungsträger im Bereich Pflege, Gesundheit und Soziales leistet die Gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Dienste dazu einen Beitrag, indem sie Menschen auf dem ersten und zweiten Bildungsweg sowie über berufsbegleitende Weiterbildung qualifiziert.
Wie entwickelte sich das Recht auf Bildung in Deutschland und wie wird es heute gelebt?
In der Ausstellung erfahren Sie mehr über Personen, die Meilensteine der Entwicklung des deutschen Bildungssystems gesetzt haben, und welche Wege moderne Berufliche Bildung geht.
Dienstag, 11. Juli, 16-20 Uhr
Gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Dienste, Roritzerstraße 7



Inklusion – ein Diskussionsabend über Chancen und Herausforderungen von Inklusionspädagogik an Schulen
Es werden Vorteile und Chancen sowie Herausforderungen von Inklusionspädagogik diskutiert. Mit in der Runde sitzen unter anderem ein Lehrer, ein Schulleiter und Vorsitzende des Behindertenrats, Moderation Amely Weiß. Im Anschluss bleibt Zeit für Fragen.
Dienstag, 11. Juli, 19 Uhr, Eintritt frei, Saal e.17
KUF im südpunkt, Pillenreutherstraße147, Kontakt: 09 11 / 2 31-1 43 41



Cafe am Menschenrechtsbaum
Thematisches Schülercafe mit inhaltlichen Stationen zu den Menschenrechten. Eingeladen sind Nachbarn, Eltern und Interessierte.
Mittwoch 12. Juli, 10.30-12 Uhr
Merianschule,
Merianstraße 1



Malala – das Mädchen, das für das Recht auf Bildung kämpft.
Schülerinnen und Schüler einer 7. Klasse stellen Malala, ihr Buch und ihre Geschichte vor.
Die Taliban wollten das Mädchen erschießen, weil es für das Recht auf Bildung kämpft. Für ihr Engagement und ihren Mut wurde die junge Pakistanerin Malala Yousafzai 2014 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Das Buch ist ausgezeichnet mit dem Internationalen Friedenspreis für Kinder 2013 und dem Specsavers National Book Awards. Anschließend Publikumsgespräch mit Gabriela Heinrich, MdB.
Mittwoch, 12. Juli,  11.30-13 Uhr
Stadtbibliothek Schoppershof, Merseburger Straße 6



Der Bus von Rosa Parks – Lesung mit Bildpräsentation
Eine mutige Frau setzt ein Zeichen: am 1. Dezember 1955 weigerte sich Rosa Parks in einem Stadtbus in Montgomery, Alabama, ihren Sitzplatz für einen Weißen zu räumen. Mit diesem Akt der Zivilcourage löste die damals 42-jährige Schneiderin die Bürgerrechtsbewegung in den USA aus.
Für Jugendliche ab 12 Jahren und interessierte Erwachsene, Anmeldung Tel.: 09 11 / 2 31-41 43 (Dienstag und Freitag, 10 - 18 Uhr).
Mittwoch, 12. Juli, 14 Uhr
Stadtbibliothek Schoppershof, Merseburger Straße 6



Leben mit Behinderung – Abendliche Lesung mit musikalischer Begleitung
Ahmet Bilbay ist Autor und freier Journalist. Er erzählt über sein Leben mit einer körperlichen Behinderung von der Kindheit bis heute. Leider sind Mobbing, Diskriminierung und Ignoranz der Gesellschaft Teil dieses Lebens. Die Geschichten werden am Cello begleitet von Eilin Herrmann, die ebenfalls eine körperliche Einschränkung hat.
Mittwoch, 12. Juli, 19 Uhr, Eintritt frei, Bibliothek e.01
KUF im südpunkt, Pillenreutherstraße147, Kontakt: 09 11 / 2 31-1 43 45


Nürnberger Schülerinnen und Schüler engagieren sich für die Menschenrechte
Alle vierten Klassen der Grundschule Insel Schütt kommen mit ihren Lehrerinnen Frau Dietz, Frau Stiborsky und Frau Rothe zum Baum der Menschenrechte und werden über die Menschenrechte speziell für Kinder sprechen, gemeinsam ein Lied singen und dann Bilder dazu präsentieren.
Der Baum Nr. 2 für die Menschenrechte wurde im September 2007 gepflanzt und ist dem Artikel 19 "Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten." gewidmet.
Donnerstag, 13. Juli, 11 Uhr
Bildungscampus Nürnberg, Bildungszentrum + Stadtbibliothek, Bürogebäude der Stadtbibliothek Zentrum am Katharinenkloster 6


„Donnerstag“
Ein Theaterstück
vom „Theater von Menschen für Menschen“
Mobbingopfer, Mobber und Umfeld – wie fühlen sich die verschiedenen Rollen an? Das Theaterstück „Donnerstag“ stellt Fragen und gibt Raum zur Auseinandersetzung mit dem Thema. Gemeinsam mit dem Publikum schaffen die Schauspieler/-innen eine Testwelt.
Donnerstag, 13. Juli, 10 Uhr, Eintritt: 4 €, 2 € (Nbg.-Pass), Saal e.17. Für Schüler/Schülerinnen der 7./8. Klassen, Kontakt und Anmeldung Tel.: 09 11 / 2 31-1 43 41 oder marina.bouyer(at)stadt.nuernberg(dot)de. Die Plätze sind  begrenzt.
KUF im südpunkt, Pillenreutherstraße 147



Unser Recht auf Lesen, Schreiben und Rechnen
Mit Lesen, Schreiben und Rechnen lässt sich die Welt besser verstehen. Wie gut, dass wir das Recht auf Bildung haben und in der Schule schon vieles lernen durften. Mit Wissen und Talenten macht es Spaß, Teil dieser Welt zu sein. Wir können schon viel und wollen noch mehr lernen. Damit beschäftigt sich die Martin-Luther-King-Schule in einer Aktionswoche vom 10. bis 14. Juli. In einem Talentparcours testet man seine Fähigkeiten. Am Freitag trifft sich die Schulfamilie unter dem Ginkgobaum zum gemeinsamen Singen und zur Ergebnispräsentation.
Freitag, 14. Juli, 10 Uhr
Martin-Luther-King-Schule, Luther-King-Straße 14



10 Jahre Bäume für die Menschenrechte in Ziegelstein
Es findet ein Umzug vom Menschenrechtsbaum im Marienbergpark mit der Sambagruppe Alma do Samba zum Fritz-Munkert-Platz statt. Dort sind eine symbolische Friedenstafel und eine Bühne aufgebaut. Lienhard Barz, einer der Ideengeber der „Bäume für die Menschenrechte“, begrüßt die Kinder. Das Programm: Musik der Kinder des AWO Gunda-Fuchs-Kinderhauses, des Chors des Martin-Luther-Hauses, der Kinder der Grundschule Ziegelstein und der Kindergruppe „BrassGang“. Die Kinderbauchtanzgruppe „al raqs sharqi“ macht Stimmung, ein Tischkicker vom Jugendtreff Ziegelstein BRiXX sorgt für Bewegung.
Veranstalter: Kulturladen Ziegelstein in Kooperation mit AK Buchenbühler und Ziegelsteiner Kinder-und Jugendarbeit und AWO Gunda- Fuchs -Kinderhaus.
Freitag, 14. Juli, 14 Uhr
Treffpunkt Menschenrechtsbaum beim Spielplatz Marienbergpark



Kinderkonzert mit Ben von Haeff
Mit dem Konzert des australischen Kinderliedermachers würdigen wir die Aktion Bäume für die Menschenrechte. Bei den Songs in englischer Sprache hält es niemanden auf seinem Stuhl.
Freitag, 14. Juli, 14.30 Uhr, für Hortkinder, telefonische Reservierung unter 0911 / 54 11 56. Veranstalter: Loni-Übler-Haus und Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. mit freundlicher Unterstützung der AWO Nürnberg.
Loni-Übler-Haus, Marthastraße 60


Musical „Kunterbunt“ – für Klein und Groß
Das Musical über die Vielseitigkeit und die Gleichwertigkeit der Farben ist eine musikalische Einladung, allen Menschen mit dem gleichen Wert und der gleiche Würde gegenüberzutreten. Etwa vierzig Kinder aus Übergangs- und Regelklassen der Bartholomäus- und Konrad-Groß-Schule haben in einem integrativen Projekt in Kooperation mit der „Evangelische Jugend Nürnberg“ dieses Musical einstudiert. Text und Musik: Gabriele Fehrs und Markus Voigt, musikalische Leitung: Monika Hopp.
Freitag, 14. Juli, 17.30 Uhr, Eintritt frei, Spenden sind erwünscht.
Konrad-Groß-Schule, Oedenberger Straße 135, große Turnhalle



Picknick mit Geflüchteten am Ginkgobaum
Das Picknick findet in Kooperation mit der LSBTTIQ-Einrichtung von Fliederlich e.V. statt.
Samstag 15. Juli, 14 - 17 Uhr, Veranstalter: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Wöhrder Wiese


Streetsoccer Fairplay
Die Scharrer-Mittelschule führt im Pausenhof neben den beiden Menschenrechtsbäumen ein Streetsoccer-Fairplay-Turnier für die Menschenrechte durch, zu dem Klassen von der 4. bis zur 10. Jahrgangsstufe eingeladen sind. Vorbereitet und durchgeführt wird das Turnier von den Fairplay-Mediatoren der Schule. Gespielt wird in sowohl geschlechter- als auch altersgemischten Teams. Umrahmt wird das Turnier durch ein Fairplay-Quiz und Aktionen rund um das Thema Menschenrechte und Anti-Rassismus.
Dienstag, 18. Juli, 10 - 13 Uhr
Scharrer-Mittelschule, Scharrerstraße 33



Schule ohne Rassismus!
Das Pirckheimer-Gymnasium veranstaltet einen schulinternen interkulturellen Tag mit Workshops zu Kinder-und Menschenrechten, anderen Kulturen und Sprachenlernen. Das besondere daran: Die Eltern werden mit einbezogen und tragen mit ihren Fähigkeiten zum Gelingen bei.
Donnerstag, 20. Juli, vormittags
Pirckheimergymnasium, Gibitzenhofstraße 151



Menschenrechte und Eurythmie
Eine Feier für die gesamte Schulgemeinschaft

Studentinnen und Studenten der Eurythmieausbildung sprechen den Text des Menschenrechtsartikels 29 und tanzen eine eurythmische Choreografie unter dem umgepflanzten Menschenrechtsbaum. Eine Ansprache dazu hält Dr. Christoph Pinkwart.
Donnerstag, 20. Juli, 11 Uhr
Eurythmieausbildung Nürnberg, Bielingplatz/Ecke Kressenstraße



Picknick am Menschenrechtsbaum von Fliederlich e.V.
Samstag, 22. Juli, 14 bis 16 Uhr
Stadtpark, Rosenhügel



Menschenrechte in Röthenbach
Der Kulturladen Röthenbach führt in Kooperation mit der Mittagsbetreuung des Russisch-Deutschen-Kulturzentrums e.V. ein Projekt zum Thema Menschenrechte durch.
Schülerinnen und Schüler der Grundschule werden spielerisch an Menschenrechte herangeführt, die sie anschließend gestalterisch auf Wimpeln festhalten. Zum Abschluss gehen die Kinder zum Menschenrechts-Baum am Platz der Deutschen Einheit und schmücken ihn mit der selbst kreierten Wimpelkette. Fotos des Projektes und des geschmückten Baumes werden am 22. Juli während des Stadtteilfestes in Röthenbach ausgestellt. Ein Infostand bietet von 14 bis 18 Uhr den Besuchern die Möglichkeit, mehr über das Projekt „Bäume für die Menschenrechte“ zu erfahren.
Samstag, 22. Juli, 14-18 Uhr Infostand am Stadtteilfest
Kulturladen Röthenbach, Röthenbacher Hauptstraße 74



Die Schuhe der Verschwundenen
Kunstprojekt über das gewaltsame „Verschwinden“ in Mexiko

In der Ausstellung des mexikanischen Künstlers Alfredo López spielen Schuhe eine signifikante Rolle: Schuhe sind Zeugen dafür, welchen Weg Familienangehörige bereits zurücklegten, um ihre Lieben zu finden. Bei ihrer Suche durchstreifen Angehörige das ganze Land – manche bereits seit Jahrzehnten – voller Hoffnung auf ein Ende der Ungewissheit, was mit den Verschwundenen geschah. In die Sohlen der abgelaufenen Schuhe gravierte der Künstler Namen der Verschwundenen und Botschaften von ihren Angehörigen.
Montag, 24. Juli bis Sonntag, 30.Juli, Veranstalter: Nürnberger Menschenrechtszentrum e.V., Tel.: 09 11 / 2 30 55 50
Fenster zur Stadt, Vordere Sterngasse 1



Menschenrechtsfeier für die SchulgemeinschaftDie Rudolf -Steiner-Schule organisiert mit zahlreichen Schulklassen eine Menschenrechtsfeier:
Die Klassen 8 bis 12 hören einen Vortrag, beteiligen sich an einem Eurythmieprojekt mit Musik,
die Klassen 1 bis 4 gestalten Aktionen zum Thema Ginkgo-Baum, die Klassen 5 bis 7 organisieren Aktionen zum Thema Menschenrechte auch außerhalb der Schule.
Mittwoch, 26. Juli, 10 - 12 Uhr
Rudolf-Steiner-Schule Nürnberg, Steinplattenweg 25



Treffen unterm Ginkgobaum im Cramer-Klett-Park
Die Mitglieder des ZONTA Club Nürnberg Area e.V. und Ladys Circle Nürnberg e.V., Unterstützer/-innen und Freund/-innen treffen sich unter dem 2008 gepflanzten Ginkgobaum alljährlich im August zu Picknick und Gesprächen. Gäste sind willkommen.
Veranstalterinnen: ZONTA Club Nürnberg Area e.V. und Ladys Circle Nürnberg e.V., Anmeldung unter: veranstaltung(at)zonta-nuernberg(dot)de
Mittwoch, 2. August, ab 18 Uhr
ZONTA Club und Ladies Circle, Kramer-Klett-Park



Fotoausstellung Bäume für die Menschenrechte
Fotografien von Ernst Jocher

Über die ganze Stadt verteilt wurden seit 2007 von Initiativen, Firmen oder Einzelpersonen 79 Bäume gepflanzt, die einem Artikel der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ gewidmet sind. Der Fotograf Ernst Jocher hat sie alle aufgespürt und fotografisch dokumentiert.
Kommen Sie mit auf einen Stadtrundgang im Zeichen der Menschenrechte. Zur Eröffnung spricht Martina Mittenhuber, Leiterin des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg.
Mittwoch, 2. August, 19 Uhr Eröffnung der Ausstellung, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, Ausstellungsdauer bis 30. August 2017, Eintritt frei.
Internationales Haus, Foyer, Hans-Sachs-Platz 2

Ein neuer Baum für die Menschenrechte in Krakau

Flyer 2014

Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen dem Nowohuckie Centrum Kultury in Krakau und dem Gemeinschaftshaus Langwasser wurde am 30. Mai 2017 in Krakau ein Ginkgo-Baum gepflanzt. Der Baum ist wie in Langwasser dem Artikel 1 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ gewidmet.
Der Artikel lautet: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Eine Idee pflanzt sich fort

Gingkobaum

Bäume für die Menschenrechte ist eine gemeinsame Aktion des Amtes für Kultur und Freizeit (KUF) und des Servicebetriebs Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) der Stadt Nürnberg. Es wurden über die ganze Stadt verteilt über 70 Bäume gepflanzt, die einem der 30 Menschenrechtsartikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 gewidmet sind.

Neben dem Baum stehen Granitfindlinge, auf denen das von den Pflanzern ausgewählte Menschenrecht in Deutsch und einer weiteren Sprache zu lesen ist. Der Menschenrechtsbaum ist der Ginkgo biloba, dessen Vorfahren schon zu Zeiten der Saurier auf der Erde wuchsen. Der Baum kann über 1000 Jahre alt werden.

Die Idee geht vom Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne aus. Innerhalb dessen Gelände auf der Wöhrder Wiese steht eine Eiche, die Teil der Großskulptur 7000 Eichen von Joseph Beuys ist, die vor 26 Jahren in Kassel bei der documenta startete. In Fortführung dieser Aktion haben nun die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch das Projekt Bäume für die Menschenrechte in der ganzen Stadt Wurzeln geschlagen.

Kontakt

Amt für Kultur und Freizeit (KUF)
Thomas Müller

Gewerbemuseumsplatz 1
90403 Nürnberg

Tel.: 0911/231-8523
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